Leobersdorfer Bahn

Geschichte der Leobersdorfer Bahn

Die Leobersdorfer Bahn wurde 1877 eröffnet und stellte die Verbindung zwischen der Süd- und Westbahn her. Sie sollte die Wirtschaftsbetriebe im Einzugsgebiet der Bahn fördern und ihnen den Zugang zum Bahnnetz verschaffen. Trotz der geringen Bedeutung des Personenverkehrs bot die neue Bahnverbindung besonders für Gäste aus Wien eine angenehme Anreise von nur 2,5 Stunden über zwei Richtungen nach Hainfeld.

Während des Zweiten Weltkrieges kam der Leobersdorfer Bahn eine strategische Bedeutung als südliche Umfahrung von Wien zu. Ein Großteil der technischen Bahnbauten und Lokomotiven wurde von zurückziehenden deutschen Truppen in den letzten Kriegsjahren zerstört. Die Wiederaufnahme des Betriebs erfolgte erst im Dezember 1945.

Mit dem Niedergang vieler Industriebetriebe und der stärker werdenden Konkurrenz des Straßenverkehrs verlor die Strecke zwischen Leobersdorf und Hainfeld mehr an Bedeutung. Der Teilabschnitt über den Gerichtsberg, zwischen Hainfeld und Weissenbach a.d. Triesting, wurde deshalb 2004 eingestellt.