Viehmarkt

Viehmarkt in Hainfeld

1852 wurden die ersten Viehmärkte mitten in Hainfeld abgehalten. Ab 1920 übersiedelte der Rindermarkt auf dieses Areal der Badpromenade. Im Jahr 1970 wurde der Hainfelder Viehmarkt zum letzten Mal abgehalten. Modernisierungen veränderten den landwirtschaftlichen Alltag. Traktoren ersetzten Nutztiere und der direkte Tiertransport vom Bauernhof löste das Marktwesen ab.

Am Hainfelder Viehmarkt wurden damals bis zu 500 Rinder von Bauern der Umgebung und Viehhändlern per Handschlag gehandelt. Dieser Markt war preisbestimmend und hatte dadurch überregionale Bedeutung. Sein Bekanntheitsgrad reichte über die Bezirke St. Pölten, Tulln, Baden, Wr. Neustadt bis nach Gänserndorf und das Obere Mürztal. Die hiesigen Ochsen wurden wegen ihrer starken Zugkraft bei geringem Gewicht von Weinhauern bevorzugt. Bei der Beschauhütte amtierte der Tierarzt, wo auch Halfterer mit Beschlagmaterial und Ketten handelten. Fahrendes Volk verkaufte und reparierte Flechtwerk.

Stellen Sie sich eine Menge von mehreren hundert Tieren in Hainfeld vor, die so groß waren, wie die neben Ihnen stehende „Kuh“.